Nachhaltigkeit bei DUR Schmuck

Verantwortung Schritt für Schritt

Nachhaltigkeit ist für uns kein abgeschlossener Zustand

Schmuck besteht aus wertvollen Materialien, wird über unterschiedliche Produktionsstufen gefertigt, verpackt, transportiert und im Fachhandel präsentiert. Jeder dieser Schritte verbraucht Ressourcen. Deshalb verstehen wir Nachhaltigkeit nicht als einzelne Werbeaussage, sondern als fortlaufende Aufgabe.

Wir prüfen regelmäßig, an welchen Stellen wir Materialien austauschen, Transportwege verkürzen, Verpackungen verbessern, Abfall vermeiden oder bestehende Produkte länger nutzbar machen können.

Nicht jede Veränderung lässt sich gleichzeitig umsetzen und nicht jede vermeintlich nachhaltige Alternative ist unter allen Bedingungen automatisch besser. Wir möchten deshalb möglichst konkret darstellen, welche Schritte DUR bereits umgesetzt hat und an welchen Themen wir weiterarbeiten.

Materialien bewusster wählen

Ein großer Teil unserer Sterlingsilberkollektion wird inzwischen aus hochwertigem recyceltem Silber gefertigt.

Produktion näher heranholen

Schmuckschachteln und seit Kurzem auch Schaufensterdisplays werden in Deutschland hergestellt.

Produkte länger nutzen

Reparaturen, Wiederbefüllungen und professionelle Aufarbeitungen verlängern die Nutzungsdauer vieler Schmuckstücke.

Recyceltes Silber in unserer Kollektion

Silber ist ein wertvoller Rohstoff, dessen Gewinnung und Aufbereitung mit erheblichen Eingriffen, Energiebedarf und weiteren Umweltbelastungen verbunden sein können. Deshalb war die Umstellung auf recyceltes Silber für uns einer der wichtigsten Schritte.

92 %

unserer Sterlingsilberkollektion werden bereits mit recyceltem Silber gefertigt.

99,99 %

beträgt der angegebene Recyclinganteil des dafür eingesetzten Silbers.

925

bezeichnet weiterhin die Legierung des fertigen Sterlingsilbers.

Ziel

ist es, den Anteil dort weiter zu erhöhen, wo Qualität und Fertigung dies zulassen.

Die Angaben „99,99 Prozent recyceltes Silber“ und „925er Sterlingsilber“ beschreiben zwei unterschiedliche Dinge: Der erste Wert bezieht sich auf die Herkunft des eingesetzten Silbers. Die Bezeichnung 925 beschreibt die Zusammensetzung der fertigen Schmucklegierung aus 92,5 Prozent Silber und den zur Stabilisierung erforderlichen weiteren Legierungsbestandteilen.

Recyclingmaterial bedeutet für uns keinen geringeren Qualitätsanspruch.

Das eingesetzte Silber wird aufbereitet und kann anschließend erneut für hochwertige Schmucklegierungen genutzt werden. Entscheidend bleiben Materialqualität, Verarbeitung und die Eignung für das jeweilige Schmuckstück.

Neu umgesetzt

Schaufensterdisplays aus deutschem 3D-Druck

Unsere Schaufensterdisplays wurden früher in Fernost hergestellt und über lange Transportwege nach Deutschland gebracht. In den vergangenen zwölf Monaten haben wir diesen Bereich schrittweise umgestellt.

Neue Displays werden nun in Deutschland im 3D-Druckverfahren produziert. Dadurch können wir kleinere Stückzahlen bedarfsgerecht herstellen, Änderungen schneller umsetzen und unnötig große Lager- oder Importmengen vermeiden.

Auch einzelne Komponenten können bei Bedarf erneut produziert werden. Muss nur ein bestimmtes Bauteil ersetzt werden, ist nicht zwangsläufig ein vollständig neues Display erforderlich.

Was sich verändert hat

  • Herstellung in Deutschland statt in Fernost
  • deutlich kürzere Transportwege
  • bedarfsgerechte Produktion kleiner Stückzahlen
  • schnellere technische und gestalterische Anpassungen
  • Nachproduktion einzelner Bauteile möglich
  • weniger Risiko von Überbeständen und veralteten Displays

PLA-Filament als Material

Für die 3D-gedruckten Displays verwenden wir PLA-Filament. PLA ist die Kurzbezeichnung für Polylactid beziehungsweise Polymilchsäure und gehört zu den Kunststoffen, die häufig ganz oder teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.

Das Material ermöglicht eine präzise, stabile und zugleich flexible Fertigung unserer Präsentationssysteme. Für uns liegt der wesentliche Vorteil vor allem in der regionalen und bedarfsgerechten Produktion: Wir können genau die Bauteile herstellen lassen, die tatsächlich benötigt werden.

Biobasiert bedeutet nicht automatisch im Haushalt kompostierbar.

PLA sollte nicht achtlos in der Natur, auf dem heimischen Kompost oder ohne Prüfung in der Biotonne entsorgt werden. Die geeignete Entsorgung hängt vom konkreten Material, möglichen Zusätzen und den örtlichen Entsorgungswegen ab.

Unser Schwerpunkt liegt deshalb auf einer möglichst langen Verwendung der Displays, der Nachproduktion einzelner Bauteile und der Vermeidung unnötiger Neuanfertigungen.

Verpackung aus Deutschland

Schmuckschachteln aus Grasfaser und Recyclingkarton

Auch bei unseren Schmuckschachteln haben wir die Lieferkette verändert. Statt eines Imports aus China werden die Schachteln heute in Deutschland hergestellt.

Das sichtbare Schachtelmaterial enthält 30 Prozent Grasfaser. Die weiteren Kartonbestandteile bestehen aus Recyclingkarton. Für die Einlage verwenden wir gepresstes Grasfaserpapier statt einer herkömmlichen Schaumstoffeinlage.

Damit besteht die Verpackung überwiegend aus papierbasierten Materialien und kann nach dem Entfernen eventuell zusätzlicher Bestandteile dem örtlich vorgesehenen Altpapierkreislauf zugeführt werden.

DUR Schmuckschachtel aus Grasfaser und Recyclingkarton

30 Prozent Grasfaser

Grasfasern ergänzen die für die Verpackung eingesetzten papierbasierten Rohstoffe.

Recyclingkarton

Die weiteren Kartonbestandteile bestehen aus bereits verwendetem und erneut aufbereitetem Papiermaterial.

Einlage ohne Schaumstoff

Gepresstes Grasfaserpapier schützt das Schmuckstück und ersetzt die frühere Kunststoffschaumeinlage.

Schmuckbeutel aus Baumwolle

Für verschiedene Schmuckstücke verwenden wir Baumwollbeutel anstelle der früher eingesetzten synthetischen Beutel. Sie schützen den Schmuck beim Transport und können anschließend zur Aufbewahrung weiterverwendet werden.

Der wichtigste Vorteil entsteht durch die möglichst lange und mehrfache Nutzung. Auch ein Material aus nachwachsenden Rohstoffen benötigt Anbauflächen, Wasser, Energie und Verarbeitung. Deshalb verstehen wir einen Baumwollbeutel nicht als Einwegverpackung, sondern als dauerhafte Aufbewahrungsmöglichkeit.

Weniger Papier und bewusstere Druckerzeugnisse

Kataloge, Auftragsunterlagen, Flyer, Poster und weitere Druckerzeugnisse gehören weiterhin zur Zusammenarbeit mit dem stationären Fachhandel. Dennoch konnten wir den internen Papierbedarf durch digitalisierte Abläufe und optimierte Drucklayouts deutlich reduzieren.

> 200.000

DIN-A4-Blätter wurden früher innerhalb eines Jahres im Unternehmen verwendet.

ca. 20.000

Blätter werden nach der Umstellung und Digitalisierung noch eingesetzt.

100 %

Recyclingpapier verwenden wir für den heutigen internen Papierbedarf.

weniger

Druckseiten entstehen durch angepasste Layouts und digitalisierte Prozesse.

Für externe Druckprodukte bevorzugen wir geeignete Recycling- oder zertifizierte Papierqualitäten. Wo Druckereien für ein konkretes Produkt eine nachvollziehbare Klimabilanzierung oder einen finanziellen Klimabeitrag anbieten, beziehen wir diese Möglichkeit in die Entscheidung ein.

Klimabeitrag bei Druckprodukten

Vermeiden und reduzieren vor Ausgleichen

Ein finanzieller Klimabeitrag ersetzt nicht die Reduzierung des eigenen Material- und Energieverbrauchs. Deshalb stehen für uns zunächst kleinere Auflagen, sinnvoll geplante Formate, Recyclingmaterialien und die digitale Bereitstellung von Informationen im Vordergrund.

Bei ausgewählten Druckprodukten werden darüber hinaus ausgewiesene Klimaschutzbeiträge der jeweiligen Druckerei genutzt.

ClimatePartner Kennzeichnung für ein Druckprodukt mit finanziellem Klimabeitrag

Ressourcen im täglichen Betrieb

Viele Verbesserungen entstehen nicht in einem einzigen großen Projekt, sondern durch zahlreiche Veränderungen in Büro, Lager, Versand und internen Abläufen.

LED-Beleuchtung

Die Beleuchtung unserer Geschäftsräume wurde auf langlebige und energieeffiziente LED-Technik umgestellt.

Energiesparende Drucktechnik

Frühere Laserdrucker wurden durch Geräte mit sparsamen Druck- und Eco-Modi ersetzt.

Mehrfachnutzung

Transport- und Schutzbeutel, die sich betrieblich nicht vollständig vermeiden lassen, werden nach Möglichkeit mehrfach verwendet.

Bei Versandmaterialien gilt für uns: Ein bereits vorhandenes, technisch einwandfreies Material mehrfach einzusetzen, kann sinnvoller sein, als es unmittelbar zu entsorgen und für jede Sendung neues Material zu beschaffen.

Vermeiden, weiterverwenden und erst danach ersetzen.

Dieser Grundsatz prägt viele unserer internen Entscheidungen – vom Versandbeutel über Druckunterlagen bis zum einzelnen Bauteil eines Schaufensterdisplays.

Langfristige Zusammenarbeit mit spezialisierten Betrieben

Schmuck entsteht in einer arbeitsteiligen Lieferkette. Je nach Kollektion und Material arbeiten wir mit spezialisierten Betrieben in verschiedenen Ländern zusammen. Dazu gehören unter anderem langjährige Partner in Indonesien, Thailand, Italien und weiteren Produktionsstandorten.

Viele dieser Partner sind inhaber- oder familiengeführt. Eine langfristige Zusammenarbeit schafft Wissen über unsere Produkte, gleichbleibende Abläufe und die Möglichkeit, Anforderungen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Nachhaltigkeit umfasst für uns deshalb nicht nur die Herkunft eines einzelnen Materials, sondern auch Produktqualität, verlässliche Beziehungen, Reparaturfähigkeit und eine möglichst lange Nutzungsdauer.

Transparenz statt pauschaler Versprechen:

Internationale Produktion verursacht Transportwege und benötigt Energie und Ressourcen. Wir möchten diese Auswirkungen nicht ausblenden. Wo eine regionale Fertigung technisch und wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist – wie bei Schachteln und Displays – verlagern wir einzelne Bereiche nach Deutschland.

Schmuck mit echten Naturmaterialien

Viele DUR Kollektionen verbinden Metall mit natürlichen Materialien. Dazu gehören Schmuck mit echtem Strandsand®, Schmuck mit echtem Sand vom Strand, Lavasand, Bernsteinsand, Steinsand, Bernstein, Koralle, Perlmutt, Muschelmaterialien und Kyanit.

Naturmaterialien unterscheiden sich in Farbe, Struktur und Körnung. Diese Unterschiede sind keine Fehler, sondern Teil ihres natürlichen Charakters.

Strandsand® ist eine eingetragene Marke von DUR.

Sie steht für die besondere DUR Schmuckwelt, in der echter Sand vom Strand zu einem sichtbaren Bestandteil des Designs wird. Der Markenname wird nicht als allgemeine Bezeichnung für jede Sand- oder Naturmaterialfüllung verwendet.

Beim Einsatz natürlicher Materialien achten wir darauf, welche Mengen für ein Schmuckstück tatsächlich benötigt werden. Die verwendeten Sandmengen sind sehr klein. Dennoch behandeln wir jedes Naturmaterial als Ressource, die verantwortungsvoll eingesetzt werden soll.

Pauschale Aussagen, sämtliche eingesetzten Materialien würden ausschließlich angeschwemmt gesammelt oder seien grundsätzlich ökologisch unbedenklich, möchten wir vermeiden. Herkunft und Gewinnung unterscheiden sich je nach Material und Kollektion.

Langlebigkeit beginnt nach dem Kauf

Ein Schmuckstück, das über viele Jahre getragen, gepflegt und bei Bedarf repariert wird, muss nicht frühzeitig ersetzt werden. Deshalb gehören Pflegehinweise und Werkstattservice für uns ebenfalls zum Thema Nachhaltigkeit.

Richtig pflegen

Materialgerechte Pflege schützt Oberflächen, Beschichtungen, Fassungen und Naturmaterialien.

Früh kontrollieren

Lockere Ösen, Steine oder Füllungen sollten geprüft werden, bevor ein größerer Schaden entsteht.

Reparieren

Viele Verschlüsse, Ösen, Oberflächen und beschädigte Naturmaterialfüllungen können bearbeitet werden.

Weitertragen

Eine professionelle Aufarbeitung kann einem getragenen Schmuckstück viele weitere Jahre ermöglichen.

Was unsere Werkstatt leisten kann

  • professionelle Reinigung und Oberflächenaufarbeitung
  • Polieren und Aufarbeiten von Sterlingsilber
  • Erneuerung von Rhodinierungen und geeigneten Vergoldungen
  • Reparaturen an Ösen, Verschlüssen und weiteren Bauteilen
  • Entfernen und Erneuern beschädigter Naturmaterialfüllungen
  • Wiederbefüllung mit echtem Sand, Lavasand, Bernsteinsand oder Steinsand
  • Größenänderung geeigneter Ringe einschließlich vollständiger Wiederaufarbeitung

Viele Schmuckstücke wirken nach einer vollständigen Aufarbeitung wieder nahezu neuwertig.

Die Reparaturmöglichkeiten hängen vom jeweiligen Modell und seinem Zustand ab. Der DUR-Service oder ein autorisierter DUR-Partner hilft bei der Prüfung.

Unser weiterer Weg

Nachhaltigkeit ist kein Projekt mit einem festen Enddatum. Materialien, Lieferketten, technische Möglichkeiten und Entsorgungswege verändern sich. Deshalb überprüfen wir bestehende Lösungen regelmäßig und passen sie an, wenn eine bessere Alternative praktisch umsetzbar ist.

Bereich Bereits umgesetzt Unser weiterer Ansatz
Sterlingsilber 92 Prozent der Kollektion werden mit 99,99 Prozent recyceltem Silber gefertigt. Prüfung weiterer Artikel und Fertigungsbereiche auf eine mögliche Umstellung.
Schaufensterdisplays Umstellung von Importware auf deutschen 3D-Druck mit PLA-Filament. Längere Nutzung, austauschbare Komponenten und bedarfsgerechte Produktion.
Schmuckschachteln Produktion in Deutschland mit Grasfaser, Recyclingkarton und papierbasierter Einlage. Weitere Prüfung von Materialeinsatz, Gewicht und Wiederverwendbarkeit.
Papier Deutlich reduzierter Verbrauch und Umstellung des internen Bedarfs auf Recyclingpapier. Weitere Digitalisierung geeigneter Prozesse ohne den Fachhandel auszuschließen.
Produktlebensdauer Reparatur, Aufarbeitung, Wiederbefüllung und Größenänderungen in der Werkstatt. Serviceinformationen leichter zugänglich und Reparaturmöglichkeiten transparenter machen.

Wir möchten Fortschritte zeigen, ohne Perfektion zu behaupten.

Einige Maßnahmen sind bereits weit umgesetzt, andere befinden sich noch in Entwicklung. Entscheidend ist für uns, Verbesserungen nachvollziehbar zu machen und bestehende Entscheidungen immer wieder kritisch zu prüfen.

Weitere Informationen

Ideen und Hinweise sind willkommen

Gute Veränderungen entstehen häufig durch Fragen und konkrete Hinweise aus dem Fachhandel, von Partnerbetrieben, Mitarbeitenden und Menschen, die unsere Produkte tragen.

Haben Sie eine Anregung zu Verpackungen, Materialien, Displays oder unserem Werkstattservice, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

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